Gütestelle Mediation Bergstedt - bietet mehr!  Der Ablauf


Die Gütestellen in Deutschland sind verpflichtet, nach einer festen Verfahrensordnung und unter Einhaltung der jeweils geltenden landesgesetzlichen Bestimmungen, gemeinsam mit den Konfliktparteien Lösungen, unter Anwendung der Methoden der Mediation, zu erarbeiten und bestehende Konflikte auszuräumen.

Das Ergebniss einer Güteverhandlung wird in einem Einigungsvertrag festgehalten.
Der Einigungsvertrag wird durch die Gütestelle der zuständigen Justizverwaltung zur Vorlage gebracht.
Die Justizverwaltung bringt auf Antrag ein Amtssiegel mit dem Vollstreckungsvermerk an und die Vereinbarung ist
wie ein Urteil vollstreckbar.

Das Güteverfahren beruht auf dem Prinzip der Freiwilligkeit.

Ein Güteverfahren kann in allen Fällen der zivilrechtlichen Auseinandersetzung zwischen natürlichen und juristischen Personen
rechtswirksam durchgeführt werden.
In einigen Bundesländern sind die Konfliktbereiche, welche durch die Gütestelle behandelt werden sollen eingeschränkt.
In Hamburg gelten zur Zeit keine gesonderten landesgesetzlichen Bestimmungen.

Das Güteverfahren wird von den Konfliktparteien grundsätzlich aus freier und unabhängiger Entscheidung angerufen.
In einigen Bundesländern ist die Anrufung einer Gütestelle obligatorisch, also verpflichtend und bei Nichtbeachtung mit Zwangsgeldern belegt.
In Hamburg gilt zur Zeit die umfängliche Freiwilligkeit. Es besteht kein Zwang.

Die Durchfürung eines Güteverfahrens ist grundsätzlich Ergebnisoffen und wird unter der Anwendung der Methoden der Mediation durchgeführt.
In einem Güteverfahren soll nach Vorgabe des Gesetzgebers keine Entscheidungskraft durch Urteil oder Schiedsspruch erfolgen.
Die Konfliktklösung liegt in der Verantwortung der Konfliktparteien.

Das Scheitern eines Güteverfahrens wird durch Zeugnis belegt.
In einigen Bundesländern ist die Vorlage eines Zeugnisses mit den Angaben der Gründe des Scheiterns erforderlich.
In Hamburg hat das Zeugnis keine rechtliche Bedeutung.

Gütestellen gibt es viele. Fast jeder Fach- oder Berufsverband hat eine eigene Gütestelle eingerichtet.
Auch viele Städte und Gemeinden unterhalten eigene Gütestellen.
Die Schwierigkeit die gesetzlich geforderte Unabhängigkeit zu wahren kann zu Interessenkonflikten führen.
Die staatlich anerkannten freien Gütestellen kennen diese Problematik nicht.